Stadtwerke Buchen GmbH & Co KG - Ihr Versorger vor Ort - Waldschwimmbad öffnet unter strengen Auflagen

Stadtverwaltung Buchen

Zentralstelle / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Simone Schölch

  

Pressemitteilung, 23. Juni 2020

Waldschwimmbad öffnet unter strengen Auflagen – Eigenverantwortung der Schwimmbadbesucher wird groß geschrieben

 

Buchen. Die gute Nachricht ist: Das Buchener Waldschwimmbad öffnet nach dem Beschluss des Finanzausschusses des Gemeinderates voraussichtlich am Montag, 29. Juni. Die schlechte Nachricht lautet: Die coronabedingten Auflagen sind so groß, dass an einen ungezwungenen Badespaß leider nicht zu denken ist.

Seit 6. Juni dürfen die Bäder „eigentlich“ geöffnet haben. Die einen guten Tag zuvor verschickte Verordnung hatte es aber in sich; tagelang grübelte der für die Bäder verantwortliche Betriebsleiter der Energie und Dienstleistungen Buchen, Andreas Stein, mit seinem Team über die Umsetzung der in der Verordnung genannten –zig Auflagen. Das Ergebnis war eine sechsseitige Vorlage mit „einrichtungsspezifischem Hygienekonzept“ für den am Montagabend tagenden Finanzausschuss samt überarbeiteten Entgeltordnungen und einer entsprechend erweiterten Haus- und Badeordnung (Pandemie).

Dem in der Sitzung vorgestellten und vorab mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Konzept folgten lobende Worte der Ratsmitglieder für die Ausarbeitung des Konzeptes – und etliche Verständnisfragen zum komplizierten Sachverhalt. Wie unstrittig letztlich der von der Verwaltung vorgelegte Beschluss war, das Bad trotz der vielen Auflagen zu öffnen, zeigte sich an der einstimmigen Abstimmung.

Wesentliche Eckpunkte sind im nebenstehenden Kasten zusammengefasst. Am ehesten werden sich die sportlich ambitionierten Besucherinnen und Besucher mit den Auflagen arrangieren können; diejenigen also, die tatsächlich nur zum Schwimmen kommen – das allerdings wegen der Abstandsregelung im Kreis und nicht in Bahnen erfolgen muss - und direkt danach wieder nach Hause gehen. Alle, die den Schwimmbadbesuch mit Familie oder Freunden bisher gerne als halb- oder ganztägiges Freizeitvergnügen genossen haben, werden sich umstellen müssen. Denn weder das Schichtenmodell noch die Begrenzung der Besucherzahl im Becken und im Außenbereich noch die Sperrung bestimmter Bereiche wie Sprungturm oder Wasserrutsche und schon gar nicht die auch hier geltenden Abstandsregeln passen zu einem zwanglosen Badespaß.

Weil eben nichts so ist wie in all den Jahren zuvor hat man sich auch viele Gedanken über die Preise gemacht. Fakt ist: Den Einschränkungen für die Badegäste ist ein Aufwand hinterlegt, der den zusätzlichen Mehraufwand für rund zehn Wochen (770 Stunden) Badebetrieb bis Mitte September auf stolze 100.000,- Euro kalkuliert. Was die roten Zahlen, die die Bäder hier wie anderswo ohnehin regelmäßig schreiben, weiter in die Höhe treibt.

Beschlossen wurde nun, für die Einzelkarte Erwachsene statt vier Euro drei Euro (entspricht dem Abendtarif) zu verlangen. Kinder ab sieben, Schüler und Studenten zahlen 1,50 Euro statt 2,00 Euro. Auch Saisonkarten wird es geben. Vor dem Hintergrund der zeitlichen Beschränkung des Schichtenmodells, der verkürzten Saison und der geplanten Mehrwertsteuerabsenkung werden diese Karten zu Vorverkaufspreisen abgegeben. Demnach kostet die Saisonkarte für Erwachsene 54 Euro (mit Landesfamilienpass 48,- Euro), für Kinder ab sieben, Schüler und Studenten 27 Euro (mit Landesfamilienpass 24,- Euro) und für Familien mit einem bzw. zwei Erwachsenen und Kindern 67,50 bzw. 90 Euro (mit Landesfamilienpass 60 bzw. 80 Euro). Die genaue Preisegestaltung ist unter www.stadtwerke-buchen.de im Internet abrufbar.

Gerade für die Saisonkarten wurde der Begriff „Förderticket“ kreiert: Denn damit fördern die treuen Gäste des Waldschwimmbades diese Einrichtung auch in Zeiten, in denen das gewohnte Leistungsspektrum nicht geboten werden kann. Dafür bitten sowohl Andreas Stein als auch Bürgermeister Roland Burger um Verständnis und appellieren an die Eigenverantwortung der Besucherinnen und Besucher: „Wir wissen, dass die Handhabung vor Ort schwierig sein wird. Deshalb bitten wir alle Gäste, die ins Bad kommen wollen und uns natürlich herzlich willkommen sind, sich vorab mit den Auflagen vertraut zu machen, damit sie dann auf dem Gelände nicht davon überrascht werden und vielleicht mit Unverständnis oder sogar Verweigerung reagieren. Wir können diese Situation nicht ändern und gemeinsam sollten wir versuchen, freundlich miteinander umzugehen und so das Beste daraus zu machen.“

Das Hallenbad ist im Übrigen seit dem 15.Juni für Vereine, Schwimmkurse und für das Schwimmabitur geöffnet.

 

Wichtige Eckpunkte

Das „Betriebs- und Hygienekonzept Pandemie 2020 Waldschwimmbad“, dessen Umsetzung Voraussetzung ist für die Öffnung des Waldschwimmbades voraussichtlich ab dem 29. Juni 2020, setzt folgende Eckpunkte:

  • Dreischichtenmodell zur Begrenzung der Besucherzahl: 9 bis 12 Uhr, 13 bis 16 Uhr, 17 bis 20 Uhr, dazwischen jeweils eine Stunde Reinigungspause. In den Pausen muss der innere Badebereich (siehe Darstellung) leer sein. Der anschließende Aufenthalt im äußeren Badebereich (ohne Möglichkeit, ins Wasser zu gehen) ist erlaubt. Bei einem erneuten Badbesuch muss – bei Einzelkartennutzung - wieder Eintritt gezahlt werden.
  • Die Kasse und der Eingang werden eine halbe Stunde vor Schichtende geschlossen.
  • Besucherzahl 300. Aufgrund der Größe errechnet sich für den Nichtschwimmerbereich eine zulässige Anzahl von 76 Personen im Wasser, im Schwimmerbereich von 36 Personen. Im Internet soll die abrufbar sein, wie viele Personen aktuell im Bad sind.
  • Erfassung der Personendaten am Eingang beim Einzelticketkauf. Bei der Nutzung einer Saisonkarte (deren Kauf kann ab Mittwoch nur bei den Stadtwerken erfolgen, siehe stadtwerke-buchen.de) erübrigt sich eine zusätzliche Erfassung am Eingang. Der Kassenautomat ist geschlossen.
  • Getrennter Ein- und Ausgang (= über die Hollerbachbrücke). Abstandsmarkierungen im Eingangsbereich.
  • Kiosk mit Sitzmöglichkeiten in Betrieb mit eigenem Hygienekonzept.
  • Sprungturm, Wasserrutsche und Breitspeier bleiben gesperrt.
  • Sammelumkleiden, Duschräume und Föhne und Liegen stehen wegen des Desinfektionsaufwands nicht zur Verfügung.
  • Abstandsgebot von 1,5 Metern bei Personen, die nicht miteinander verwandt sind bzw. in einem Haushalt wohnen und keine Partner sind. Bei Einhaltung der Abstandregeln kann auf Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden.

Eines zumindest bleibt beim Alten: Die Stadtbus Linie 845 macht vom 29.06. bis einschließlich 11.09.2020 von Montag bis Freitag Halt am Waldschwimmbad (Ankunft 14.22 Uhr, Abfahrt 17.52 Uhr)

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